Hörnerbahn Bolsterlang

Maschinenbau in der Landschaft

Die neue kuppelbare 6-er Kabinenbahn ersetzt ein alte Sesselbahn aus den 60-er Jahren. Die Bahn ist durchlaufend von der Talstation über die Mittelstation zur Bergstation. Hierbei wurde der Gebäudebestand von Talstation und Mittelstation weitergenutzt und für die neue Bahntechnik umgebaut. Die Bergstation ist ein Neubau.

Die Station füllt einen Ausschnitt im Gipfelgrat, der für die alte Bahn herausgesprengt worden war. Das Relief des Grates wurde dadurch gemäß der  Landschaftsplanung wiederhergestellt. Die Gebäudeform verdeutlicht die Umkehrbewegung der Seilbahn und die Ausstiegsrichtung der Gäste.

Der Bau der Hörnerbahn steht im Kontext von Bauen in der Landschaft, Bauen für den Tourismus. Bauen für den Tourismus ist im Alpenraum immer noch eine Gratwanderung zwischen kultureller Auseinandersetzung mit

einer Landschaft und Anpassung an eingefahrene Vorstellung von dem, was die Gäste angeblich wollen. Gerade für "Zweckbauten" stellt sich unserer Ansicht nach eine doppelte Verpflichtung: Ein Anspruch kommt von aussen, von der sogenannten unberührten Natur, wie er höher nicht sein könnte. Der zweite Anspruch kommt vom Nutzer, dem Gast. Jeder Tourist hat unserer Meinung nach Anspruch auf ein ganzheitliches, das heißt auch visuelles Erlebnis.

Bauherr:Hörnerbahn Gmbh Bolsterlang

Seilbahnplanung: Doppelmayr

Statik: Dieter Linka

HLS: Thomas Knecht

Landschaftsplanung:Thomas Dietmann

Mitarbeiter: Armin Tittel

Fertigstellung: Dezember 2001

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