Scheidtobelbahn am Fellhorn

Die aus heutiger Sicht bescheidene Zweiersesselbahn war unser erstes Seilbahnprojekt und setzte neue Maßstäbe im Verhältnis von Bauen und Naturschutz. Der Neubau war im Vorfeld heiß umstritten.

Nach Fertigstellung der Bahn zeigte sich, dass das Konzept ein Schritt in die richtige Richtung war. Bedeutendste Neuerung war die durch uns vorgeschlagene, in Deutschland bei Seilbahnen erstmalig verwendete Gründungsmethode:

Im äußerst schwierigen Untergrund wurden statt tiefer Fundamente Kleinbohrpfähle in den Boden getrieben, die die sehr weit untenliegenden, tragenden Schichten erreichten. Dadurch wurden äußerst kleine Fundamente mit entsprechend geringen Eingriffen in die Natur möglich. Die Methode an sich war nicht neu, jedoch ihre Anwendung im Seilbahnbau. Bei der Bergstation wurden zudem alle Stützen auf ein einziges, schmales Fundament gestellt, das der Station ihr

charakteristisches Aussehen verleiht.

Der innovative Entwurf war nur möglich durch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Bauherrn, der Fellhornbahn Gmbh, dem damaligen Geschäftsführer Wolfgang Bosch und Projektleiter Alfred Spötzl.

Ausführende Firma, inkl. der Bohrpfahlstatik war Fa. Stump / München.
Die statische Berechnung der Fundamentköpfe erfolgte durch Dieter Linka / Oberstdorf, sowie durch Fa. Leitner / Sterzing.

Die Gründungsmethode hat sehr schnell neue Standards, auch bei weiteren Seilbahnen im schwierigen Gelände, gesetzt.

Baujahr: 1995

Tragwerksplanung: Dieter Linka, Oberstdorf

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